COWORK2019 im C-HUB Mannheim

Von 22. bis 24. März 2019 ist es endlich so weit: Die deutsche Coworking-Konferenz COWORK kommt nach Mannheim!

Birk Frederik Bauer, Geschäftsführer der Breidenbach GmbH und Veranstalter der COWORK2019 spricht zusammen mit Frank Zumbruch, Leiter der Creative Commission STARTUP MANNHEIM und Mitkurator der Konferenz, über das Konzept „Coworking“ und was Teilnehmer der COWORK2019 erwartet.

Birk: Am Freitag, den 22. März starten wir um 17 Uhr mit einer kleinen Einführung ins Thema und einer Begrüßung aus Mannheim. Dann geht’s auch schon direkt richtig los: Wir haben zwei Keynote Speaker: Anja C. Wagner, erfolgreiche Unternehmerin, Querdenkerin sowie Trendsetterin in den Bereichen Arbeitsorganisation und Bildungspolitik und Markus Albers, Berliner Unternehmer, Journalist und mehrfach übersetzter Buchautor. Beide werden uns sehr spannende Einblicke in ihre Arbeit geben.

Warum ist es nur logisch, dass die COWORK nach Mannheim kommt?

Frank: In Mannheim hat sich seit 2010 durch unterschiedliche Initiativen eine sehr lebendige Coworking-Szene entwickelt. STARTUP MANNHEIM selbst hat vor etwa vier Jahren begonnen, Coworking Spaces in das Mannheimer Startup-Ökosystem zu implementieren, da sie die besten Voraussetzungen für interdisziplinäre Zusammenarbeit bieten. Dabei haben wir uns für drei verschiedene Organisationsmodelle entschieden, die wir seither ausbauen und vergleichend evaluieren. Zum einen bieten wir im C-HUB Kreativwirtschaftszentrum mit dem Dock3 mehrere Coworking-Einheiten an, die ganz bewusst nicht von uns selbst betrieben und kuratiert werden. 2015 haben wir die Breidenbach Studios beauftragt Dock3 – quasi aus der regionalen Kreativszene heraus – zu planen und umzusetzen. Im MAFINEX Technologiezentrum hingegen haben wir uns zwei Jahre später entschlossen, mit den bis dahin gesammelten Erfahrungen, einen eigenen Coworking Space zu realisieren: Bauteil.b läuft inzwischen erfolgreich und dient vielen technologiebasierten Startups als Einstieg in unser Ökosystem. Das dritte Modell kann man als eine Art „Corporate Coworking“ bezeichnen. Im Zentrum für Female Entrepreneurship gig7 implementierten wir im vergangenen Jahr einen Coworking Space, den wir in erster Linie selbst nutzen, da wir durch unser schnelles dezentrales Wachstum immer mehr Bedarf an räumlicher Umgebung für interdisziplinäre Co-Creation-Prozesse benötigen. Dazu setzen wir projektbezogen externe Partner in unseren Coworking Space.

Wen erwartet ihr zur Konferenz und um welche Themen wird es gehen?

Birk: Wir erwarten circa 180 Teilnehmer, die entweder Coworking Betreiber sind wie wir selbst, Coworking Spaces nutzen, oder daran interessiert sind die Effekte kennenzulernen die Coworking Spaces auf ihre Nutzergruppen oder Umgebungen haben. Das heißt wir erwarten Startups, Startup Hubs, Kommunen, Forschende und Unternehmen die den Mehrwert erkannt haben den Coworking Spaces bieten können. Ein Highlight der Konferenz wird neben mehreren Barcamp Sessions eine Podiumsdiskussion zum Thema „Coworking Spaces als Katalysatoren in Startup Ökosystemen“ sein.

Mit der Konferenz wollen wir die Besucher inspirieren, gemeinsam voneinander lernen, neue Trends und nachhaltige Coworking Konzepte diskutieren und natürlich das internationale Netzwerk von Spacebetreibenden weiter auszubauen. Wir stellen uns alle dieselben Fragen: Wie wollen wir in Zukunft arbeiten und wie werden die Arbeitsmodelle in dieser digitalisierten und globalisierten Welt funktionieren? Welche Bedürfnisse sollten Arbeitsräume erfüllen? Welche Menschen vernetzt man miteinander um Synergien hervorzurufen und wie können Individuen und Unternehmen davon profitieren.

Worin siehst du die Vorteile für Coworking Spaces Nutzer?

Birk: Vorteile gibt es viele: Zum einen hat man als Nutzer eine gut planbare und überschaubare Kostenstruktur, sowohl die Freelancer aber auch größere Unternehmen können so agiler planen.  Man zahlt wirklich nur das was man nutzt, da unsere Verträge monatlich anpassbar sind – das heißt, wenn du diesen Monat zu dritt arbeitest zahlst du für drei, willst du im nächsten Monat alleine arbeiten, zahlst du auch nur für eine Person. Der größte Vorteil liegt aber meiner Meinung nach im Wissensaustausch – in der starken Community, die vielfältig voneinander profitiert!

Wir nutzen verschiedene Kommunikationskanäle um Informationen, soziale Dinge oder Veranstaltungstipps zu tauschen und sich zu verabreden. Es entsteht schnell ein Gemeinschaftsgefühl. Aber es werden auch Jobs geteilt, Mitarbeiter akquiriert, oder Subunternehmer gesucht und gefunden. Schon oft haben sich dann mehrere Coworker zusammen getan um gemeinsam Projekte anzunehmen und umzusetzen, die sie alleine nicht hätten stemmen können. Es gibt auch einige spannende Gründungsgeschichten aus unseren Coworking Spaces zu erzählen. Wenn Startups aus unseren Strukturen herauswachsen ist das zwar immer traurig, da wir wirklich freundschaftlich vertrauensvolle Beziehungen pflegen, aber genau das ist der Plan. Wir lieben diese Erfolgsgeschichten.

Wer mietet sich denn typischerweise bei euch im Coworking ein?

Birk: Ganz unterschiedlich!  Die meisten Nutzer sind zwischen 22-49 Jahre alt und gehen in der Regel digitalen Geschäftsmodellen nach. Allerdings gibt es natürlich auch Coworker die man nicht sofort in einem Space verorten würde. Gerade das macht es aber spannend. Abgesehen von der Diversität der Branchen unserer Coworker wollen wir auch einen starken Austausch zwischen Freelancern, Startups und Corporates, die bei uns ein und ausgehen, anregen. Wir glauben, dass dann die synergetischen Effekte einfach größer sind, als wenn nur eine Szene oder eine bestimmte Nutzergruppe zusammen arbeitet.

Frank: Coworking hat ursprünglich in erster Linie die sogenannten „Digitalnomaden“ adressiert. Der Hype rund um das Buzzword „New Work“ hat inzwischen viele Akteure auf den Plan gerufen, die Coworking Spaces in ihre Arbeitswelten einbinden wollen. Sowohl auf Nutzer- wie auch auf Betreiberseite. Dabei ist genau darauf zu achten, ob bei diesen Unternehmungen die wichtigen Kriterien der Coworking-Philosophie eingehalten werden. Denn Coworking ist in erster Linie nicht aus der Sicht von Immobilienentwicklungen zu betrachten, sondern es bedarf des Aufbaus einer Community, die behutsam und empathisch gepflegt werden muss. Die Coworking-Szene ist sehr darauf bedacht, dass sie nicht von neoliberalen Marktmechanismen eingenommen wird. Über dieses Spannungsfeld und über die tatsächlichen Mehrwehrte die Coworking Spaces in Ökosystemen generieren können, werden wir im Rahmen der COWORK2019 zu diskutieren haben. Darauf freue ich mich besonders.

Tickets für die COWORK2019 sind erhältlich unter: https://www.xing.com/events/cowork2019-2023962.

COWORK2019, von 22. Bis 24. März.

Die COWORK Konferenz ist das wichtigste deutschsprachige Get-together von Experten auf den Gebieten Coworking, New Work, Changemanagement sowie unternehmerische und gesellschaftliche Perspektiven im Zeitalter des digitalen Wandels. Im C-HUB Kreativwirtschaftszentrum Mannheim und weiteren Workspaces in der Region wird den Teilnehmern der Konferenz die Möglichkeit geboten, neue Impulse in Referaten und Workshops zu finden sowie Erfahrungen und Projektideen mit Gleichgesinnten auszutauschen. Das Barcamp als Teil der Veranstaltung, in dem eigene Themen eingereicht werden dürfen, lädt die Konferenzbesucher dazu ein, Inhalte und Diskussionsschwerpunkte des Netzwerktreffens selbst mitzugestalten.

 

 

 




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