Beste Chancen für Startups der Medizintechnologie

Der Rohbau des CUBEX ONE steht. 2020 soll Leben darin einkehren

Noch kann man nur erahnen, was da auf einem Teil des Geländes des Mannheim Medical Technology Campus (MMT-Campus) zurzeit entsteht. Im September 2020 soll das CUBEX ONE allerdings nach aktuellem Stand fertig sein. Der Rohbau ist es schon. Das wurde vor kurzem mit einem Handwerkerfest gefeiert, bei dem auch Mannheims Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz vor Ort war. Doch was genau steckt hinter dem Gebäude mit dem markanten Namen, dessen Bauherr und Betreiber die mg: mannheimer gründungszentren GmbH ist? Darüber berichtet die Zentrumsleiterin Katharina Klotzbach.

Allein der MMT-Campus, konzipiert und umgesetzt vom Cluster Medizintechnologie der Stadt Mannheim, mit seinem direkten Anschluss zum Uni-Klinikum (UMM) sei schon eine einzigartige räumliche Konzentration von Unternehmen, Klinik und Forschung, erzählt Katharina Klotzbach gleich zu Beginn. Und genau darin ist das CUBEX ONE eingebettet. In einen Ort also, an dem medizintechnologische Ideen und Entwicklungen direkt auf diejenigen stoßen, die diese neuen Technologien anwenden sollen. Das CUBEX ONE selbst ist ein so genanntes Business Development Center der Medizintechnologie. „Es ist quasi die nächste Entwicklungsstufe zum CUBEX41, bei dem schon seit 2015 Startups aus dem medizintechnologischen Bereich durch eine Förderung der EU, des Landes Baden-Württemberg und der Stadt Mannheim die Möglichkeit bekommen, Fuß zu fassen“, erklärt die Zentrumsleiterin. Sie können dort Produkte entwickeln sowie erproben und bekommen dazu eine moderne Infrastruktur zur Verfügung gestellt.

Der Unterschied zwischen dem CUBEX41, das sich auf dem benachbarten Klinik-Campus befindet, und dem CUBEX ONE liegt unter anderem im Aufbau der Gebäude.

Die kleinere, aber ältere Schwester CUBEX41 mit ihren 23 Räumlichkeiten und aktuell 16 Mietern ist die Pilotierung eines Gründungs- und Kompetenzzentrums Medizintechnologie, welches nach einem äußerst erfolgreichen Start gezeigt hat, dass dieses Konzept der Förderung funktioniert. Daher wird das Konzept durch das CUBEX ONE nun hochskaliert und protzt zukünftig mit circa 3.800 Quadratmetern Nutzfläche. Diese bietet Platz für fünf ausgestattete Labore, 50 Büroeinheiten sowie 40 variable iCubes, die zur Büro-, Werkstatt- oder Labornutzung geeignet sind. Aufgrund der kurzen Kündigungsfristen, können die Startups die räumliche ihrer wirtschaftlichen Entwicklung anpassen. Für Projektspitzen lassen sich in der Co-Working Area sogar tageweise Schreibtische anmieten.

Auch hierbei richte sich laut Katharina Klotzbach das Angebot an Startups, an kleine und mittlere Unternehmen sowie an Verbundpartner in Forschung und Entwicklung im Sektor Medizintechnologie. „Besonders bei Unternehmen, die sich erst im Anfangsstadium befinden, dauert es etwas länger, bis sie sich auf dem Markt etablieren können. Sie bedürfen oftmals einer gewissen Förderung, zum Beispiel in Form einer günstigeren Miete und einer geeigneten, flexiblen Infrastruktur sowie des passenden Netzwerks“, so die Zentrumsleiterin. All das bieten die beiden CUBEX-Bauten.

Hinzu kommt, dass gerade im Bereich der Medizintechnologie wegen der zahlreichen regulatorischen Anforderungen die Produktentwicklungszeiten verhältnismäßig lang sind. Der Förderungsbedarf kann sich hierbei auf bis zu acht Jahre ausdehnen. In dieser Zeit wachsen die Startups aber unter Umständen auch. Das CUBEX ONE bietet ab 2020 die geeigneten Flächen dafür. Und es löst ein Problem, mit dem junge Unternehmen aus der Entwicklungsszene der Medizintechnologie meist zu kämpfen haben. „Für sie ist es besonders schwierig, hochtechnische Flächen zu finden, da diese häufig nahezu unbezahlbar sind“, erklärt Katharina Klotzbach. Im CUBEX ONE wird den jungen Unternehmern Entsprechendes zur Verfügung gestellt, wie die erwähnten multifunktionalen Mieträume, die sie nutzen können – neben weiteren, hilfreichen Annehmlichkeiten wie Teeküchen, einem Kongresszentrum, Gastronomie, Sanitäranlagen mit Duschen und einer Tiefgarage. „Es ist quasi alles schon vor Ort, und man kann direkt loslegen“, so Katharina Klotzbach.

Die Zentrumsleiterin rechnet damit, dass mehr als 200 Personen zukünftig das CUBEX ONE mit Leben und Forschung füllen werden. Darunter Startups, die Produkte für den Medizinbereich entwickeln, aber auch diejenigen, die sich auf Serviceleistungen im medizintechnologischen Sektor konzentrieren. Sie geht auch davon aus, dass das neue Zentrum dabei genauso gut wie das CUBEX41 angenommen wird. Was keine Selbstverständlichkeit ist. „Gerade für Startups ist die Medizintechnologie wegen der Kostenintensivität und Regularien im Bereich der Forschung und Entwicklung ein schwieriger Markt, und daher gibt es auch deutlich weniger Unternehmen als beispielsweise in der IT-Branche“, sagt Katharina Klotzbach. Aus diesem Grund musste sich damals das CUBEX41 mehr oder weniger erst einmal aktiv bekannt machen, ein Großteil der Anfragen stammt aus dem Netzwerk des Clusters Medizintechnologie der Stadt Mannheim. „Doch in der Zwischenzeit kommen ab und zu auch Anfragen über das bekannte Netzwerk hinaus.“ Ähnlich dürfte es auch beim CUBEX ONE laufen, wobei das neue Zentrum ja schon ein wenig auf den Erfahrungen und dem Bekanntheitsgrad der kleinen Schwester bauen kann.

„Die Lage hier ist einzigartig. Die Unternehmen können von der direkten Verknüpfung zur Klinik nur profitieren“, rührt Katharina Klotzbach dennoch die Werbetrommeln. Anfragen und erste ernsthafte Interessenten gebe es bereits. Doch die wirklich heiße Vermietungsphase beginne voraussichtlich im nächsten Frühjahr. Die Chancen für Startups, bei Eignung im CUBEX ONE unterzukommen, sind daher noch sehr gut.

Weitere Informationen über unser neue Medizintechnologie Zentrum finden Sie hier:

www.cubex-one.de




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