„Machen was sonst keiner macht“

Die marken mehrwert AG – mehr Wert für alle

Die Idee ist so einfach wie anspruchsvoll: neue Verbindungen zwischen Handel, Hersteller und Konsumenten schaffen, um Mehrwerte für alle zu bieten. Seit 2012 ist die marken mehrwert AG im Mannheimer Technologiezentrum MAFINEX aktiv. Nach der erfolgreichen Gründung macht sich das Team über die Expansion in Europa und die weitere technologische Entwicklung Gedanken. Höchste Zeit, sich mit Hannah Knoth und Frank Schwarz Mitglieder der Geschäftsleitung zum Interview zu treffen.

 

Hannah, was macht marken mehrwert genau?

Wir machen, was sonst keiner macht. Wir arbeiten mit hochsensiblen Daten und sind mit einer extrem hohen Anzahl an Schnittstellen im Handel vernetzt. Wir vermitteln als neutrale Plattform zwischen Händlern, Herstellern und Konsumenten und wir sorgen dafür, dass alle einen Mehrwert erhalten.

 

 

Wir schafft man einen Mehrwert für alle?

Wir helfen internationalen Markenherstellern bei der Umsetzung von Multi-Channel-, Cross-Channel- und Omni-Channel Konzepten in Europa. Das heißt wir sorgen dafür, dass der Online-Handel integrierbar wird, ohne den traditionellen Handel auszuschließen zu schädigen, oder zu verlieren. Weiterhin ermöglichen wir durch Analysen und Reports zweistufige Vertriebssysteme und wir sorgen dafür, dass Konsumenten beim Kauf ganz einfach Mehrwerte erhalten können.

Klingt gar nicht so einfach und ganz schön komplex …

Das ist richtig und genau deshalb beraten wir Markenpartner, wie man solche Systeme aufsetzen kann. Wir wissen, welche Fragestellungen dahinter stecken und haben aufgrund unserer zahlreichen Erfahrungen die Möglichkeit, bei der erfolgreichen Umsetzung zu helfen. Es gibt nicht viele Unternehmen, die das können und keines mit einem vergleichbaren Angebot.

Welche Probleme gilt es da zu lösen?

Das Ziel ist ein Programm zu etablieren, dass für alle Seiten gewinnbringend genutzt werden kann. Hierfür benötigt man neben Branchenwissen und IT Skills auch das Wissen über die notwendigen rechtlichen Aspekte, wie z.B. den Datenschutz und das Wettbewerbsrecht.

 

 

Ihr entwickelt also ein Programm bzw. ihr erstellt eine Plattform, mit dem/der Konsumenten, Händler und Hersteller gleichsam arbeiten?

Ja genau. Wir erarbeiten diese Programme gemeinsam mit dem Markenhersteller und integrieren dann alle drei Parteien. Die Konsumenten haben dann zum Beispiel die Chance, an Kampagnen teilzunehmen und dadurch Mehrwerte zu erhalten. Das ist tatsächlich nicht so einfach zu erklären, weil hier zahlreiche Informationen in Form von Schnittstellen, Daten und Kampagnen aufeinander treffen.

 

 

Ihr bietet also Beratungsleistung und Software als Paket an?

Genau, die Beratungsleistung und die Plattform. Wir haben eine Plattform für Konsumenten und eine für den Handel. Schau doch mal auf www.mmw.ag, da kannst du mehr erfahren.

Ich könnte als einzelner Konsument Eure Plattform ebenfalls nutzen?  

Ja, gerne auch öfter. Wir wickeln zahlreiche parallel laufende Kampagnen ab. Du wirst uns als Marke aber nicht auf den ersten Blick erkennen. Weil wir mit sehr sensiblen Daten arbeiten und als neutrale Stelle zwischengeschalten sind, halten wir uns bewusst im Hintergrund.

 

 

Wenn ich also einen sehr erklärungsbedürftigen 4K-Fernseher kaufen würde und ich für diesen einen Rabatt angeboten bekäme, dann könnte marken mehrwert dahinter stecken?

Ja, richtig. Wir treten bei vielen Produkten und Brachen bewusst lediglich als Aktionsabwickler auf. Wir sind primär keine Marketingagentur, sondern arbeiten sehr gerne mit diesen zusammen.  Wir haben also weniger Interesse daran Webpages zu gestalten, sondern wir betreiben die Plattformen dahinter und arbeiten mit Daten. Zusätzlich setzen wir das komplette Fulfillment auf, also alles im Hintergrund rund um Customer Service, Logistik und Co. und sorgen dadurch dafür, dass die Konsumenten so schnell wie möglich ihren Mehrwert erhalten. Wenn es beispielsweise um Cash Back Aktionen geht übernehmen wir den kompletten Zahlungsverkehr und das Accounting für alle Beteiligten.

Und die rechtliche Abwicklung auch?

Die strenge Beachtung aller rechtlichen Rahmenbedingungen und Compliance Vorschriften ist ein wichtiger Bestandteil unseres Geschäftskonzeptes. Hierbei arbeiten wir eng mit den Rechtsabteilungen unserer Partner und vielen spezialisierten Kanzleien zusammen. Wenn man mit so vielen hochsensiblen Daten arbeitet, sehen wir das auch als unsere Pflicht.

 

 

Die Rechnung bezahlt aber am Ende der Hersteller, für den ihr den Mehrwert schafft, mehr Produkte zu verkaufen?

Ja und nein. Natürlich arbeiten wir meist im Auftrag der Markenhersteller und dann bezahlt dieser natürlich auch die Rechnung, aber wir ermöglichen ihm ja nicht nur mehr zu verkaufen. Vor allem das Thema Multichannel-Handel ist wichtig für unsere Kunden. Das klingt erst einmal nicht so wichtig für den Normalbürger. Tatsächlich ist aber die gleichzeitige Einbindung von stationären und Online-Händlern eines der zentralen Themen. Außerdem ermöglichen wir ihnen zweistufige Vertriebssysteme, wodurch sie sehen können, wie und wohin Warenströme fließen. Wichtig ist natürlich auch hierbei wieder die Berücksichtigung der rechtlichen Aspekte.

Das ist dann eine Datenbank mit Analysetool?

Ja, wir bekommen sehr viele Daten, aus denen wir dann Erkenntnisse ableiten können. Aber im Gegensatz zu fast allen anderen Plattformen verkaufen wir die Daten nicht weiter, sondern verwenden sie lediglich im Einverständnis der Direktbeteiligten, also auch der Konsumenten. Wir haben als Firma also drei Hauptthemen: Multichannel-Handel ermöglichen, Mehrwerte für Konsumenten zu schaffen, sowie Reports und Analysen – diese haben wir sowohl für den Vertrieb, als auch für alle anderen Geschäftsbereiche.

Wie groß ist Euer Team?

Insgesamt besteht unser Team aus ca.  100 Köpfen. Hier im Mannheimer MAFINEX sind  es rund  70. Außerdem haben wir noch eine kleine Niederlassung in Berlin für die dort ansässigen Kunden. Wir arbeiten außerdem mit Zeitarbeitskräften und IT-Spezialisten zusammen. So haben wir die Möglichkeit hochqualifiziertes und geschultes Personal optimal in jedem Bereich einzusetzen.

Unser Team ist im Allgemeinen bunt gemischt und besteht aus Informatikern, Ingenieuren, Management Absolventen und Juristen und anderen nicht akademischen Berufen. Außerdem bilden wir zurzeit knapp 10 Auszubildende in den Bereichen Bürokaufmann/frau für Büromanagement, Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung und Fachinformatiker für Systemintegration aus.

Eure Kunden sind international. Habt Ihr als deutsche Firma, die den deutschen Datenschutzgesetzen unterliegt, einen Wettbewerbsvorteil oder einen Nachteil?

Das ist zunächst einmal eine Herausforderung, weil die Regeln so hart sind. Gleichzeitig wissen unsere Partner: wir sind ein deutsches Unternehmen, das die Daten ausschließlich in Deutschland hält und das macht uns sicher und wir gelten somit als Musterschüler. Also: ja, es ist ein Vorteil!

 

 

Ihr wollt weiter wachsen. In Mannheim?

Unsere Zeit im Gründungszentrum MAFINEX ist begrenzt und wir müssen schauen, was danach kommt und ob wir in Mannheim bleiben können. Das ist eines unserer nächsten großen Themen. Weitere Themen sind qualifizierte Mitarbeiter gewinnen, die Expansion in Europa vorantreiben und neue Technologien zu entwickeln.

Welche Rolle spielt Mannheim als Standort für Eure Arbeit?

Das MAFINEX ist super, wir konnten hier wachsen und Mannheim ist als Stadt interessant, da ein Großteil unserer Mitarbeiter hier in der Region wohnt. Aber, wie gesagt, wir müssen schauen, ob uns „Mannheim“ ein interessantes Angebot unterbreiten wird.

Woran fehlt es denn gerade?

Wir stellen immer wieder fest, dass die Werte junger Menschen, wie unseren Kollegen, viel traditioneller sind, wie man annimmt. Es werden innerstädtisch zwar teure Penthäuser und Co. gebaut, aber unsere Mitarbeiter wollen Familien gründen und ein Häuschen bauen – und das ist dann in Mannheim nicht so einfach. Und bei der Mitarbeitergewinnung stehen wir vor der Herausforderung, dass wir als mittelständisches IT-Unternehmen potenzielle neue Mitarbeiter davon überzeugen müssen, dass sie nicht zu den Großen gehen, sondern dass wir viel interessanter sind. Gutes Personal zu bekommen ist eine große Herausforderung.

 

 

Hannah, du bist Geschäftsführerin, hast aber nicht selbst mit gegründet?

Ja das stimmt, auch wenn ich schon seit Anfang an dabei bin. Ich habe in Heidelberg Wirtschaftsrecht studiert und als Werkstudentin bei MMW angefangen. Das ist auch das tolle an einem Start-up. Man hat die Chance Verantwortung zu übernehmen und gemeinsam mit dem Unternehmen zu wachsen. Wir arbeiten immer als Team, haben eine gute Meeting-Kultur und alle Mitarbeiter sind in Entscheidungen eingebunden.

 


Interview: Paul Heesch

Fotos: Ricardo Wiesinger

www.mmw.ag

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